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Meereskunde und Meeresbiologie

Fossiler Meeresboden, ca. 200 Millionen Jahre alt, mit etwa 2300 Muschelarten
Fossiler Meeresboden, ca. 200 Millionen Jahre alt, mit etwa 2300 Muschelarten (Foto: Deutsches Meeresmuseum)

Gewaltige Wassermassen sind auf der Erdoberfläche beständig in Bewegung. Die Vitrine „Ohne Wasser, merkt Euch das ...“ demonstriert den Kreislauf des Wassers auf der Erde und damit die Bedeutung des Weltmeeres als „Wetterküche“, Klimaregulator und als Grundlage des Lebens auf dem Festland.

 

Das Schnittmodell der Katharinenhalle vermittelt den Besuchern eine Vorstellung von den Dimensionen des gewaltigen Bauwerkes, des Stabwerkeinbaus und von der Position der verschiedenen Ausstellungen. Eine daneben aufgestellte Orientierungstafel mit den Grundrissen der einzelnen Etagen erleichtert den Besuchern, ihren Weg durch die Ausstellungen zu finden.

 

Der sieben Meter lange Reliefschnitt durch den Nordatlantik zeigt den Bereich zwischen New York und Lissabon und lässt uns auf den Grund des Weltmeeres schauen. Er steht unter dem Thema „Dem Atlantik auf den Grund gesehen“. Man erkennt, dass der Meeresboden keineswegs nur glatt und eben ist. Neben den weiten Tiefsee-Ebenen gibt es gewaltige untermeerische Gebirge und steilwandige Tiefsee-Gräben. Am Boden der Weltmeere, im Bereich der mittelozeanischen Rücken, liegt der Schlüssel für das Verständnis der wichtigsten Bewegungen, die sich innerhalb der Erdkruste vollziehen. Das wird durch Grafiken verdeutlicht, welche die Grundlagen der Plattentektonik und die Entwicklung von Ozeanen vermitteln.

 

Fische zeigen unter den Wirbeltieren eine besonders große Artenvielfalt
Fische zeigen unter den Wirbeltieren eine besonders große Artenvielfalt (Foto: J.-M. Schlorke)

Am Boden des Meeres entstehen seit mehr als 500 Millionen Jahren immer neue Ablagerungen mit Resten von Meerestieren. Etwa 2 300 Schalen verschiedener Muscheln sind als Fossilien auf einer rund zwölf Quadratmeter großen Kalksteinplatte erhalten, die nichts anderes ist als ein Stück fossiler Meeresboden – 200 Millionen Jahre alt. Sie stammt aus den Ablagerungen des Muschelkalkes (Trias) und wurde im Kalksteinbruch von Rüdersdorf bei Berlin geborgen. Dieses „Muschelpflaster“ zeigt, dass über lange Zeiträume der Erdgeschichte am Meeresboden ganz ähnliche Verhältnisse wie heute herrschten. Der geologische Schnitt durch eine Schichtenfolge vermittelt, wie lange es dauerte, bevor ein meterdickes Paket von Kalksteinschichten entstand.

 

Das Leben aus den Meeren der Vorzeit war bereits vor über 400 Millionen Jahren ganz ähnlich vielfältig wie heute. Auf der geschliffenen Kalksteinplatte von der Ostseeinsel Öland erkennt man die Reste zahlreicher lang gestreckter Kopffüßer. Die Platte auf der Rückseite der Vitrine zeigt besonders schöne, eingerollte Kopffüßer – Ammoniten, die etwa 180 Millionen Jahre alt sind.

 

Jeder weiß: Meerwasser ist salzig. Wie viel Salz tatsächlich in einem Kubikmeter Ozeanwasser gelöst ist, demonstriert – in einem sich drehenden Glaskubus entsprechender Größe – der große Salzklumpen. Er wiegt 35 Kilogramm! Die Weltmeere enthalten so viel Salz, dass man das Festland der Erde mit einer 150 Meter dicken Schicht bedecken könnte. Im Brackwasser der Ostsee vor Rügen sind allerdings nur zehn Kilogramm Salz in einem Kubikmeter Wasser gelöst – zehn Gramm pro Liter.