Aquarien
Die Nachgestaltung natürlicher Lebensräume bildet eine Voraussetzung für optimale Aquarien. Vorbilder in Hülle und Fülle liefert die Natur selbst, und der Aquariengestaltung sind kaum Grenzen gesetzt. Wichtig dabei ist es zu wissen, welche Organismen aus welchen Lebensräumen gepflegt werden sollen. Fischschwärme benötigen große Schwimmräume, Muränen und Hummer leben in Höhlen und Spalten, und Plattfische brauchen große Liegeflächen und weichen Bodengrund zum Eingraben. Ein naturnah gestaltetes Aquarium soll den Besuchern auch einen Einblick in den natürlichen Lebensraum der Tiere vermitteln.
Im MEERESMUSEUM werden unterschiedliche Methoden und Materialien zur Gestaltung von Aquarien eingesetzt. An Modellen werden – ähnlich einem Bühnenbild – die Dekorationen entworfen und so lange verändert, bis sie den Vorstellungen entsprechen. Beim Aufbau der Dekoration wurden Elemente aus laminiertem Hartschaum oder Keramik sowie Travertingestein verwendet. Nach wenigen Wochen bildet sich ein Aufwuchs aus verschiedenen Algenarten, der
das natürliche Aussehen der Dekoration noch verstärkt und vielen Tieren als Versteckmöglichkeit dient. Alle technischen Teile, wie Wasserzuläufe, Wasserabläufe oder Strömungspumpen werden, für die Besucher unsichtbar, in der Dekoration verborgen.
Bei allen Bemühungen um eine optisch eindruckvolle Gestaltung – die den Besuchern auch einen ästhetischen Genuss bereitet – vergisst man nie, den gepflegten Organismen optimale Lebensbedingungen zu schaffen.




