Willkommen im MEERESMUSEUM

SAMBAH
Das Projekt
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SAMBAH - Statisches, akustisches Monitoring des Ostsee-Schweinswals (engl. Static Acoustic Monitoring of the Baltic Sea Harbour porpoise) – ist ein internationales Projekt aller EU-Länder rund um die Ostsee, das seit 2010 im Rahmen des LIFE+ Programms durch die Europäische Union finanziert wird. SAMBAH’s wichtigstes Ziel ist es, die Erhaltung des Ostsee-Schweinswals mit wissenschaftlichen Daten zu fördern. Dazu werden von Mai 2011 bis Mai 2013 300 Klickdetektoren in der Zentralen Ostsee ausgebracht, um die Dichte, Häufigkeit und Verteilung der Schweinswalpopulation zu ermitteln. Des Weiteren sollen für Schweinswale bevorzugte Lebensräume und Gebiete mit höherem Konfliktrisiko auf Grund menschlicher Aktivitäten identifiziert werden. Ein weiteres Ziel ist es eine gute Methode zu finden um Schweinswale kostengünstig in einem großen Gebiet zu überwachen.

Aktuelles

Die Feldphase des deutschen SAMBAH Projektteils bis Juni 2013 wird durch das Deutsche Meeresmuseum durchgeführt.

Hintergrund
SAMBAH Logo

Nur eine kleine Teilpopulation des Schweinswals (Phocoena phocoena) lebt in der Zentralen Ostsee und die Zahl der Tiere hat in den letzten Jahrzehnten drastisch abgenommen. Die ihnen drohenden Gefahren und Probleme sind bisher nur wenig erforscht, insbesondere was das mögliche Zusammenwirken der Belastungen und die räumliche Verteilung betrifft. Zu den größten Bedrohungen für den Ostsee-Schweinswal zählen Beifang, chemische Verschmutzung und Unterwasserlärm. Von der Weltnaturschutzorganisation IUCN wird der Schweinswal in der Zentralen Ostsee als vom Aussterben bedroht angesehen. Ferner ist er durch die europäische Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) und durch das UNEP Abkommen zum Schutz der Kleinwale in Nord- und Ostsee, des Nordostatlantiks und der Irischen See (ASCOBANS) geschützt.

Ein effektiver Schutz ist auf Grund mangelnden Wissens über die Zahl der Tiere und ihre bevorzugten Lebensräume schwer zu erreichen. Deshalb gibt es einen dringenden Bedarf, mehr Daten über die Größe und das Verbreitungsgebiet der Population sowie ihre Veränderungen im Laufe der Zeit zu sammeln.

 

Der deutsche Projektteil von SAMBAH wird durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und eine Spende der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) gefördert. Das internationale Projekt wird hauptsächlich durch das EU-Umweltförderprogramm Life+ finanziert.