Modernisierung des MEERESMUSEUMs

Das MEERESMUSEUM wird ab 2020 umgebaut. Den europaweiten Architektenwettbewerb gewann das Stuttgarter Büro Reichel & Schlaier mit seinem Entwurf. Höhepunkte bilden die Großvitrinen in den Ausstellungen, ein gläserner Fahrstuhl durch ein Großfischaquarium und ein 360°-3D-Kino, in dem Unterwasserfilme als Raumerlebnis präsentiert werden.

Ein modernes Foyer, eine offen gestaltete Ausstellung in der mittelalterlichen Hallenkirche, ein neues Großfischaquarium mit Glaslift und zum Abschluss des Rundganges ein Unterwasser- Raumerlebnis im 360°-Kuppelkino – so soll das MEERESMUSEUM nach seiner Modernisierung aussehen.

Die Stuttgarter Architekten Elke Reichel und Peter Schlaier überzeugten die Jury mit ihrem Entwurf für den Umbau des Museums im historischen Katharinenkloster. Der Vorsitzende des Preisgerichts, Prof. Dr. Andreas Joedicke, fasste die Entscheidung des elfköpfigen Preisgerichtes, bestehend aus Architekten, Zuwendungsgebern und Vertretern des Deutschen Meeresmuseums, zusammen: „Der Entwurf überzeugte durch den sensiblen Umgang mit der historischen Bausubstanz und mit selbstbewusster neuer Architektur, die das Alte aber nicht dominiere“.

Auch Andreas Tanschus, Bauleiter des Projektes, äußerte sich begeistert: „Ich freue mich, dass Bund, Land, Kommune und Stiftung die Finanzierung dieses großartigen Vorhabens zusammen auf die Beine gestellt haben. Und ich bin glücklich, dass das Preisgericht einstimmig darauf hingewirkt hat, diejenigen Entwürfe zu prämieren, denen der Spagat zwischen Denkmalpflege im Welterbe und den Anforderungen an ein modernes Museum mit seiner über Jahrzehnte gewachsenen Identität am besten gelungen ist.“

Nachhaltiges Bauen steht dabei im Vordergrund – auch bei der energetischen Sanierung der Tropenaquarien. Die Erlebbarkeit des Klosterkomplexes wird durch zusätzliche Sichtfenster und die Öffnung des Kreuzganges bis zur Stadtmauer verbessert. Von einem Stadtbalkon, den bereits die Mönche im Mittelalter nutzten, erhalten Gäste einen Blick auf die Knieperteiche. Zudem wird es für die Besucher viele Verbesserungen geben, die den Museumsaufenthalt noch angenehmer machen. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Barrierefreiheit.